Dienstag, 28. Mai 2024

Prüfung, einige Unernehmungen und Dengue

Vorgestern ist mein letzter Monat in Brasilien angebrochen. Es scheint als hätte ich längst nicht genügend Zeit, alles zu tun und unternehmen, was ich noch muss/will. Es sind nurnoch 4 Wochenenden von denen ich an zweien Reisen werde und ich muss immernoch einiges mit Kolleginnen unternehmen, Geschenke einkaufen, etc. Die Zeit leuft mir wirklich davon. Trotzdem freue ich mich sehr auf die Schweiz und kann es fast ncht glauben, dass ich in weniger als einem Monat meine Familie und Freunde wieder sehen werde.

Am 23.4. musste ich um 4 Uhr aufstehen um mit einem bezahlten Fahrer in den Staat Paraná zu fahren. Ich hatte mich dazu angemolden, eine Portugiesischprüfung zu machen um ein Zertifikat zu bekommen, dass ich Portugiesisch kann und diese Prüfung war an einer Universität 3.5h von meiner Stadt entfernt. Zum Glück konnte ich im Auto schlafen, obwohl ich gedacht hatte, ich sei zu nervös dazu. Als wir ankamen gab eis ein kleines Früstück und dann ging es auch schon los mit einer 4-stündigen schriftlichen Prüfung. Sie bestand aus 4 verschiedenen Aufgaben einen Text zu schreiben. Den ersten über ein Video, den zweiten nach Hörverstehen und den dritten und vierten nach Textverstehen. Ich denke, ich war definitiv am nervösesten wegen den Themen, denn bei den Übungen, die ich zu Hause machte kamen immer sehr komplizierte Dinge, die ich nicht verstand, aber zum Glück habe ich 3 von 4 Themen ziemlich gut verstanden und beim vierten dann einfach irgendetwas hingeschrieben. 

Nah dem Mittagessen musste ich 2.5h vor dem Gebäude warten, bis ich drankam mit der mündlichen Prüfung. Ich höhrte Musik und las mein Buch. Ca. 30 minuten bevor ich dran war begann ich eine Konversation mit einem sehr nervös wirkenden Venezuelaner. Ich war eigentlich gar nicht nervös vor der mündlichen Prüfung, aber ich dachte, es kann nicht schaden vorher ein Bisschen zu reden und ich denke es hat ihm sehr geholfen. Meine mündliche Prüfung ging recht gut. Ich bin nicht sicher, ob ichwirklich das gemacht habe, was verlangt wurde, vor allem beim schriftlichen Teil, aber im allgemeinen habe nicht ein zuu schlechtes Gefühl. Um fair zu sein ist die Prüfung für Leute gemacht, die sich zum Beispiel einbürgern lassen wollen und seit 5 Jahren in Brasilien sind, und nicht für Austauschschüler.


Am 1. Mai hatten wir keine Schule wegen dem Tag der Arbeit. Stattdessen gab es einen Lunch von meinem Rotaryclub. Ich ging zusammen mit Daira, der andern Austauschschülerin. Wir assen und redeten viel. Dann gab es ein Bingo. Einerseits war es gut unser Nummernkenntniss zu prüfen und andererseits hat es viel spass gemacht und zweimal fehlte nur noch ein Feld. Es gab sehr viele Preise die von den Rotariern beigesteuert wurden, aber leider gewann ich keines.


Am 4.5. war ich mit meinen Freundinnen in einer Pizzeria, um einen Geburtstag zu feiern. Ich bestellte nichts, da ich allgemein nich ein grosser Fan von brasilianischer Pizza bin und es hat sich bewährt, denn wie ich schon ahnte, ass niemand die Ränder, welche ich mag, also konnte ich Geld sparen und Essen vor dem wegwerfen retten. Wir redeten sehr viel und hatten viel Spass. Sie fragten mich viele Dinge über mein Leben und auch was ich von der Klasse denke undso, es war sehr lustig.

Geburtstagspizza

In der Schule ist es nicht mehr so langweilig, weil erstens darf ich jetzt mein Tablet mitnehmen um für die Schule der Schweiz zu lernen, worüber ich sehr froh bin, und zweitens rede ich wirklich sehr viel mit meinen Freundinnen, also habe ich eigentlich immer etwas zu tun.

Am Freitag, dem 10.5., hatten wir einen "Trote". Das ist in der Regel ein Freitag, an dem sich die Abschlussklasse nach einem bestimmten Motto verkleidet. Das Motto dieses mal war etwas mit dem eigenen Anfangsbuchstabe. Da ich ja eine Austauschschülerin bin und daher nur das wichtigste an Kleidung habe, musste ich meine Gastschwester um Hilfe bitten und zum Glück hatte sie ein Slitherin Outfit, welches ich benutzen durfte.



Am 11.5. machten meine Freundinnen und ich einen Churrasco. Zuerst haben wir sehr viel geredet und gegessen. Es war der feinste Churrasco, den ich bis jetzt hatte. Es gab Pouletflügeli, Fleisch und natürlich auch Knoblauchbrot, welches nie fehlen darf und ich sehr vermissen werde. Danach sassen wir alle an den Pool und tauschten den aktuellen "Fofoca" (Gossip) aus. Dann spielten wir für etwa 1.5h Karten. Es gab 2 Gruppen, die andern spielten Truco, Sein Südamerikanisches Kartenspiel, und wir spielten "Arschlöchle". Dazu höhrten wir Musik und redeten ein bisschen und es war wirklich eine sehr schöne Stimmung. Irgendwann wurde ich in den Pool geschmissen und schlussendlich waren wir alle pitschnass. Da ich keine Ersatzkleider dabei hatte, spielten wir "altinho" (mit dem Fussball) um zu trocknen. Es war sehr cool und klappte extrem gut. Als dann fast alle spielen wollten, wechselten wir zu Volleyball wo wir aber auch voll den guten Lauf hatten. Danach probierten wir meiner Freundin das Farradfahren beizubringen. wes war sehr amüsant, und mehr als einmal kippte sie fast in den Pool, leider schaffte sie es schlussendlich nicht, alleine zu fahren, aber es hat trotzdem spass gemacht. Nachdem wir einige Fotos machten mussten wir dann auch schon bald nach Hause, da es spät war.

Am Freitag, dem 17.5., fuhr ich das letzte mal mit Daira, mit dem Bus, nach Sorocaba. Da es mehr als 6 Stunden dauert hatte ich sehr viel Zeit zum Nachdenken und ich war zum ersten mal traurig, dass es bald vorbei ist und es ist krass, dass es schon begann mit den "letzten Malen". Wir schliefen bei einer andern Austauschschülerin und am Samstag traffen wir uns mit allen aus dem Distrikt im Haus unserer Distriktpräsidentin. Wir mussten üben für die Districtconference in 4 Wochen. Wir haben verschiedene Tänze und es war eigentlich recht chillig und wir konnten es schnell. Danach gab es Mittagessen und am Nachmittag konnten wir ein T-shirt desingnen für den Distrikt. Am Abend gingen wir dannn wieder zurück in unsere Stadt und kamen dort um 3 Uhr morgens an.

Fertiges Design für das T-shirt

Ich erlebe wirklich das volle Programm eines brasilianischen Lebens, denn letzten Mittwoch habe ich mich mit Dengue-Fieber angesteckt und bin seit dann zu Hause. Die ersten Tage waren recht mühsam, da ich Fieber und Kopfweh hatte. Dazu kommt noch, dass es jetzt tagsüber nurnoch zwischen 17 und 23 Grad warm ist und wegen dem Fieber hatte ich eh schon kalt und das, und der Fakt, dass es hier nicht richtige Decken gibt, verschlimmerten das nurnoch. Beim Arzt wurde mir gesagt, dass ich ausserdem stark deshydriert bin und weil die Infusion nicht wirkte, muss ich jetzt noch mehr trinken. Mittlerweile geht es mir viel besser und das Fieber ist komplett weg. 


In diesem letzten Monat gingen Daira und ich 2 Mal in der Woche zu Frei Chico. Dort werden Kinder betreut, die es zu Hause nicht sehr gut haben. Es machte sehr viel Spass. Wir spielten viele Spiele, vor allem Fussball, und tanzten viel. Jedesmal wenn wir ankommen rennen alle Kinder zu uns und umarmen uns. 


Samstag, 27. April 2024

Ostern und Amazonas♥

Nun geht es nur noch 2 Monate, bis ich zurück in die Schweiz fliege. Ich werde das Leben hier sicher vermissen, aber ich freue mich schon darauf, wieder zurück in die Schweiz zu gehen, und mein altes Leben als eine neue Person zu leben.

 


So wie ich Ostern hier erlebt habe, merkte man eigentlich fast nicht, dass Ostern ist. Meine Gastmutter ging für eine Woche jeden Tag in die Kirche, und am Sonntag bekamen wir ein Schockoladenei und es gab ein Barbecue (was aber normal ist am Sonntag), aber sonst war nichts spezielles. Ich organisierte einige Dinge für die Reise in den Amazonas und kochte Coxinhas, ein brasilianischer Snack den es bei jedem Anlass gibt. 


Coxinha

Am 6. April startete meine zweite Reise. Wir, das heisst 61 Austauschschüler*innen aus insgesamt 17 verschiedenen Ländern, verbrachten 10 Tage im Amazonas. Zuerst waren wir in Manaus und machten einen Tagesausflug nach Presidente Figueiredo und dann verbrachten wir den Rest der Reise auf einem Boot, auf dem Rio Negro, ohne Internet. Da wir keine Internetverbindung hatten, konnten wir die Reise sogar noch mehr geniessen, weil wir uns sehr gut kennenlernten und einfach im Moment lebten, was ich sehr schön fand. 

 

Anflug auf Manaus mit Blick auf den Rio Amazonas


Aussicht aus dem Hotel



Höhle bei Presidente Figueiredo

Gruppenfoto vor dem Teatro Amazonas

Unser Boot "Anaconda"

Das Boot von Innen


Aufeinandertreffen des Rio Amazonas und Rio Negro


Riesenseerose (Vitória-régia)

Gruppenfoto bei einem Indigenen Stamm

Indigene Tänze




🇩🇪 🇨🇭 🇮🇳

Ein kleiner Teil unseres Fruchtvorrates



Maranhão Brüllaffen (eine der grössten Affenart im Amazonas)


Ich habe leider kein gutes Bild, aber diese Kugel ist ein Dreifinger Faultier


Regen


Sonnenaufgang um 5.50


Piranha


Einer der besten Momente! Schwimmen mit dem pinken Amazonasdelfin


Pirarucu (wiegt mehr als 100kg)




Ich mit einem kleinen Aligator


Gottesanbeterin


<3


Tapioca


kayaken


Fussballmatch


Schildkrötchen freilassen


Ich als Käpten

Luau mit einer folklorischen Tanzaufführung



Unsere Hängematten


Regen (erzeugte eine sehr entspannte Atmosphäre)


Armbändeli machen



Die letzte Nacht schliefen wir in Hütten mitten im Jungel




Wir machten ein Feuer und ein Guide erzählte uns brasilianische Legenden


Wir fanden diese Spinne...



Zum Abschluss pflantzen wir alle einen Baum


Gruppenfoto Anaconda